Amerika unter Donald Trump 2026: Zwischen Weltmacht und Wildem Westen

Shownotes

Im Weißen Haus regiert der „Sheriff“ – und die Welt steht unter Spannung. In der ersten Folge von THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel gemeinsam mit Spiegel-Korrespondentin Britta Kollenbroich auf ein Jahr, das die USA – und die globale Ordnung – prägen wird.

Im Fokus steht zunächst der Angriff auf Venezuela: der Schlag der USA gegen das Regime von Nicolás Maduro. Die beiden Journalistinnen analysieren Motive und Machtinteressen – von Öl über Migration bis China – und die völkerrechtlichen Grauzonen des Einsatzes. Auch das Bild, das um die Welt ging, wird eingeordnet: Maduro in Handschellen, mit Augenmaske und im grauen Trainingsanzug an Bord eines US-Kriegsschiffs. Ein Signal weit über Lateinamerika hinaus.

Ein weiterer Schwerpunkt: der 6. Januar. Der Podcast startet am fünften Jahrestag des Kapitolsturms – erstmals mit Donald Trump zurück im Oval Office. Angela van Brakel und Britta Kollenbroich zeigen, wie Trump das Narrativ dieses Tages neu schreibt, warum ein Teil der US-Gesellschaft den Angriff nicht mehr als Bedrohung der Demokratie sieht und was das für Rechtsstaat und Institutionen bedeutet.

Exklusiv spricht Angela van Brakel mit Jacob Chansley, besser bekannt als der „Kapitol-Schamane“ – eines der ikonischsten Gesichter des 6. Januar. Bilder von ihm gingen um die Welt: Hörner auf der Fellmütze, nackter Oberkörper, übersät mit Tätowierungen, in der Hand ein Speer mit US-Flagge, durch die Hallen des Kapitols ziehend. Chansley wurde zum Symbol des Angriffs auf die amerikanische Demokratie. Er saß im Gefängnis, wurde von Donald Trump begnadigt – und verklagt den Präsidenten nun. Die Episode zeigt, warum der Verschwörungstheoretiker, warum ausgerechnet frühere Ikonen der MAGA-Bewegung beginnen, sich von Trump abzuwenden, und was das über Radikalisierung, politische Mythen und die innere Erosion der Bewegung verrät.

Der Blick geht nach vorn: auf die Midterm-Wahlen, die Machtbalance im Kongress, Trumps Regierungsstil per Executive Order – und ein Jahr voller Symbolik. Fußball-WM 2026, 250 Jahre USA und die Frage, wie ein tief gespaltenes Land sich selbst feiert – und was politisch auf dem Spiel steht.

Eine Auftaktfolge über Macht, Militär und Mythen – und über ein Amerika zwischen Selbstinszenierung und Zerreißprobe: THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen.

– Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:01: Der Einsatz, der wurde ja von amerikanischen Spezialkräften des US-Militärs angeführt und durchgeführt.

00:00:06: Damit die Beamten diesen Einsatz üben konnten, wurde ja sogar das Haus von Maduro nachgebaut.

00:00:11: Die haben offenbar wirklich einen kompletten Nachbau dieses Anwesens.

00:00:15: Cain sagte ja, bei der Pressekonferenz, sie wussten am Ende, was er ist, wo er sich auffällt, welche Haushüre

00:00:22: er hat.

00:00:23: Sie müssen da wirklich extrem gute Geheimdienstinformationen gehabt haben.

00:00:29: Aber sieht ihn überhaupt noch jemand als Friedensstifter?

00:00:33: Wie er ihn sich ja selbst nennt?

00:00:34: Er sich selber auf jeden Fall.

00:00:38: Da sind wir damit angetreten zu sagen, ich werde die Epstein-Files alle veröffentlichen.

00:00:43: In der Mager-Bewegung ist es ein ganz wichtiger Punkt.

00:00:46: Warum

00:00:46: eigentlich?

00:00:47: Die Epstein-Files

00:00:48: und diese ganze Epstein-Fall spielten die Verschwörungserzählungen rein, die wir bei der Mager-Bewegung immer wieder sehen.

00:00:56: Der

00:00:57: Sheriff ist zurück im Weißen Haus.

00:01:02: Donald Trump, zwei Punkt Null.

00:01:04: Mehr America First, mehr Konfrontation, eine ideologische Zeitenwende.

00:01:13: Journalisten Angela von Brackel, analysierten Macht, Mythen und Politik

00:01:18: im neuen Amerika.

00:01:20: Und

00:01:20: sie erklärt, was dieser Kurs für Europa und Deutschland bedeutet.

00:01:25: The Wild House.

00:01:31: Und damit ganz herzlich willkommen zur ersten Folge in diesem Podcast.

00:01:34: Möchte ich gemeinsam mit meinen Gästen analysieren, was in den USA gerade passiert.

00:01:38: Politisch, gesellschaftlich, kulturell.

00:01:40: Warum Amerika sich verändert?

00:01:42: Das Land, in dem ich groß geworden bin, das ich liebe, das mich fasziniert und das mich gerade auch beunruhigt.

00:01:48: Umso mehr freue ich mich auf meinen ersten Gast, Spiegelkorrespondentin Britta Kollenbruch.

00:01:53: Britta hat zuvor lange für die Financial Times Deutschland gearbeitet und wurde unter anderem mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

00:01:59: Kein Wunder, sie gehört zu den beste informierten Journalistinnen ist immer nah dran am politischen Geschehen und hervorragend vernetzt.

00:02:06: Schön, dass du dir die Zeit dem Spritter willkommen bei The Wild House.

00:02:09: Vielen Dank für die Einladung und ich freue mich wahnsinnig

00:02:11: heute

00:02:12: weiter an der Premiere dabei zu sein.

00:02:14: Das letzte Mal, dass wir uns gesehen haben, das war ungefähr vor einem Jahrzehnt damals in Brasilien.

00:02:18: Dort waren wir beide für die Deutsche Welle.

00:02:20: Jetzt berichten wir also aus Washington DC und müssen erst mal erklären, wo wir hier sind.

00:02:24: Wir sitzen in einem Café in der Sixteenth Street, direkt gegenüber vom Weißen Haus, keine dreihundert Meter entfernt.

00:02:30: Du hast ja auch den perfekten Blick gerade.

00:02:33: Ich habe einen sehr schönen

00:02:34: Blick hier an dir

00:02:35: vorbei.

00:02:36: Sieht man das weiße Haus, das ist gerade in der Abendsonne

00:02:39: schön angestreilt wird.

00:02:40: Ein bisschen

00:02:40: eher golden

00:02:41: leuchtet fast.

00:02:42: Das habe ich alles vorbereitet.

00:02:44: Hier trifft sich in jedem Fall gern das Who is Who, der amerikanischen Politik.

00:02:48: Die Preise haben es allerdings auch in sich.

00:02:49: Ein Kaffee oder Tee gibt es für stolze Acht Dollar.

00:02:53: Donald Trump kommt da vielleicht günstiger bei weg.

00:02:55: Der Präsident trinkt ja weder noch, sondern vor allem Diet Coke.

00:02:58: Wobei wer weiß, was die kostet hier.

00:03:02: Wir geben in dieser Folge einen Ausblick auf das, was uns dieses Jahr alles hier in den USA erwartet.

00:03:07: Aber zuerst schauen wir selbstverständlich auf das, was uns seit seventy Stunden beschäftigt.

00:03:12: Der Schlag der USA gegen Venezuela.

00:03:14: und die Entmachtung von Präsident Maduro.

00:03:16: Vor Augen haben die meisten wohl noch das erste Bild dieser Operation von dem Staatschef bzw.

00:03:21: Ex-Staatschef in Handschellen mit schwarzer Augenmaske und einem Ohrenschutz.

00:03:26: Britta, warum Venezuela?

00:03:28: Was genau hat der US-Präsident mit dem Land vor, um Drogen und Demokratie dürfte es dabei wohl eher weniger gehen, oder?

00:03:34: Das ist

00:03:35: die wichtigste Frage im Moment und damit kann die aus verschiedenen

00:03:39: Perspektiven gerade beantworten oder aus verschiedenen Gesichtspunkten von Mitgliedern seiner

00:03:43: Regierung.

00:03:44: Also wir haben da einmal Trumps selber, dem es wohl vor allen Dingen um das Öl im Land geht.

00:03:49: Das ist in den letzten Wochen, aber vor allen Dingen auch in den letzten

00:03:52: Stunden tatsächlich deutlich klarer

00:03:54: geworden.

00:03:54: Aber dann hast du auch so andere Mitglieder in der Regierung wie Marco Rubio, zum Beispiel seinen Außenminister, der selber ein hohes persönliches Anliegen eigentlich hat an einem Machtwechsel in Kuba, wo seine Eltern herkommen, aber eben auch in Venezuela.

00:04:11: Und dann gibt es andere Player wie Trumps Vizestabschef Steven der so eine Art Obsession eigentlich, kann man das schon nennen, mit Drogenkartellen und Migrationen hat.

00:04:23: Und all diese Sachen lassen sich im Prinzip in Venezuela wiederfinden.

00:04:27: All das spielt da eine Rolle.

00:04:29: Und dann gibt es noch die geopolitische Komponente, die mit rein spielt.

00:04:34: Das ist der Gegenspieler China, der sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in Lateinamerika und eben auch in Venezuela immer breiter gemacht hat.

00:04:42: Das röseln wir jetzt gleich alles dann noch mal im Detail.

00:04:44: Aber erst noch mal die Frage, was sagt denn eigentlich das Völkerrecht zu all dem, also zu dieser Aktion?

00:04:50: Das Völkerrecht ist da relativ eindeutig.

00:04:52: Demnach hätte man das nicht

00:04:53: machen dürfen, die Frage, wie viel Donald Trump auf das Volkerrecht gibt.

00:04:57: Er verkauft beziehungsweise verteidigt das ganz sehr so als eine Art Polizeiaktion im Kampf gegen den Drogenhandel.

00:05:03: Was wir gesehen haben bei der Pressekonferenz am Samstag als Donald Trump und Mitglieder seines Kabinetts davor die Presse getreten sind in Mar-a-Lago, Trump war ja immer noch in Florida, ist, dass sie die Rechtfertigung oder ihre Erklärung für den Einsatz ist, dass es sich dabei um eine Festnahme gehandelt hat.

00:05:22: Inversion eines anderen Landes, sondern dass sie im Prinzip dem Justizministerium

00:05:27: eine Art Amtshilfe gegeben

00:05:28: haben und den geholfen haben, eben zwei gesuchte Personen festzunehmen.

00:05:33: Soweit so simpel.

00:05:34: Das ist die Erklärung der US-Regierung.

00:05:37: Du hast ja eben schon Kuba angesprochen.

00:05:38: Das wollte ich jetzt auch nochmal hier ansprechen.

00:05:41: Vielleicht erinnert sich ja auch noch der eine oder andere an die sogenannte Sicherheitsstrategie, die die USA vor nicht mal einem Monat veröffentlicht haben.

00:05:48: In dem Papier macht die Regierung ja klar, dass sie in Südamerika dass sagen, haben.

00:05:52: Donald Trump schickt mit der Aktion also auch ein Signal an andere Länder.

00:05:56: Du hast es gesagt, sind denn Kuba oder auch Kolumbien möglicherweise als nächstes dran, deiner

00:06:01: Meinung nach?

00:06:02: Marco Rubio hat darauf eine relativ deutliche Antwort gegeben und gesagt, wenn er in Regierung in Havana säße, dann würde er jetzt etwas unrückwerden oder etwas besorgt sein.

00:06:12: Das ist sicherlich denkbar, dass der Blick darüber geht.

00:06:15: Vorerst werden sie jetzt, glaube ich, mit Venezuela erst mal genug zu tun haben.

00:06:19: Ja, und die Aktion ist ja nicht nur eine Botschaft an Latein und Südamerika, sondern das ist auch schon gesagt ein Signal an China und Russland, oder würdest du es eher eine Kampfansage nennen?

00:06:28: Ich weiß

00:06:28: nicht, ob ich von einer Kampfansage sprechen würde.

00:06:30: Ich glaube, die Aktion in Venezuela sendet sehr viele verschiedene Botschaften aus.

00:06:35: Es ist eine inpolitische Botschaft, aber wenn man an die anderen Länder schaut, dann ist das sicherlich eine Warnung und eine Drohung

00:06:42: für Kuba

00:06:43: und auch für andere Staaten in Lateinamerika, die vielleicht nicht das machen, was die USA gut heißen oder was die USA wollen.

00:06:50: in der nationalen Sicherheitsstrategie ist es ziemlich einfach aufgedrückt, ihr könnt euch auch anders halten, ihr könnt auch mit China zum Beispiel kooperieren, dann müsst ihr bei eben einen Preis dafür bezahlen, dann erhöhen wir die Preise oder dann gibt es eben anderen Druck.

00:07:04: Das ist die eine Komponente, die andere ist die Frage, welche Botschaft sendet das eben an Russland oder an China.

00:07:11: Ja, das kann in beide Richtungen verstanden werden.

00:07:13: Das kann sicherlich zum einen als Machtdemonstration verstanden werden und es ist definitiv gewesen.

00:07:18: Also das war eine sehr eindrucksvolle Machtdemonstration, was das amerikanische Militär machen kann, wie gut die Geheimnisinformationen sind, wie präzise das Militär dann zuschlagen kann auf der Basis dieser Informationen.

00:07:30: Das andere ist aber, dass es auch die Botschaft aussendet, dass man in ein anderes Land reingehen kann, auch wenn es dafür völkerrechtlich keine Basis gibt oder so.

00:07:39: Und das können natürlich Vladimir Putin oder auch Xi Jinping durchaus auch für ihre Zwecke interpretieren und sagen, naja, wenn die USA das in Venezuela machen können, dann können wir auch ähnlich zum Beispiel in der Ukraine agieren oder in Taiwan.

00:07:54: Ja, oder Grünland hat er gerade gesagt, in einem Interview, das hat er noch mal wiederholt, ich zitiere, wir brauchen Grünland.

00:07:59: Es ist ein

00:07:59: bisschen die Frage, wofür die USA tatsächlich Grünland brauchen, die Möglichkeit dort

00:08:05: zum Beispiel Truppen zu stationieren oder so,

00:08:07: die wäre ja auch gegeben, ohne dass man gleich Grünland annektieren

00:08:11: müsste.

00:08:13: Und diese Intervention in Venezuela, die erfolgt ja ohne die Zustimmung durch den Kongress, was für Folgen könnte das denn haben?

00:08:19: Jetzt einmal für Donald Trump, aber auch für die Regierung.

00:08:22: Üblicherweise ist es so, dass vor solchen Militärschlägen im Ausland mindestens ein Kongress informiert wird.

00:08:27: Eigentlich müsste der Kongress eben das auch absegnen.

00:08:29: Das wäre die Aufgabe des Kongresses, dass Rubio

00:08:33: im

00:08:33: Vorfeld nicht mal die Kongressabgeordnete informiert hat, nicht mal die wichtigsten Vertreter der Parteien.

00:08:39: Das sorgt jetzt schon für sehr viel Kritik und das könnte tatsächlich auch nochmal ein Nachspiel haben.

00:08:43: Also es wird sicherlich eine Aufarbeitung des dem geben.

00:08:46: und dann wieder die Frage, wie wie sehr das Donald Trump stört.

00:08:49: Aber

00:08:49: was heißt Nachspiel?

00:08:50: Einfach nur eine Anhörung, dass sie Rede und Antwort stehen müssen oder was genau?

00:08:54: Ja, es könnte eben dazu kommen, dass es eine Anhörung gibt, dass Marco Rubio und andere dort vor den verschiedenen Ausschüssen aussagen müssen und da Rede und Antwort stehen müssen.

00:09:02: Und wir haben in den letzten Wochen ja schon gesehen, dass es da, als es zum Beispiel um die Angriffe auf die vermeintlichen Schmugglerbote ging.

00:09:10: Und daraufhin gab es eine Anhörung und die wurde eben auch von Republikanern unterstützt.

00:09:14: Also da wird schon auch dann genauer hingeguckt und auch kritisch hinter fragt, was da eigentlich

00:09:18: passiert.

00:09:19: Und da wird sich, wenn es dazu kommt, Marco Rubio eben nicht verantworten, aber zumindest Rede und Antwort stehen müssen.

00:09:26: Der Einsatz, der wurde ja von amerikanischen Spezialkräften des US-Militärs angeführt und durchgeführt.

00:09:31: Darunter auch die Delta Force, das ist eine Einheit, die im Jahr den damaligen Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat, Al-Baghdadi in Syrien getötet haben soll.

00:09:40: Und damit die Beamten diesen Einsatz üben konnten, wurde ja sogar das Haus von Maduro nachgebaut.

00:09:46: Die haben offenbar wirklich einen kompletten Nachbau dieses Anwesens,

00:09:50: wie Trump sagte, in der inklusive

00:09:51: aller Stahlträger,

00:09:52: die da irgendwo verbaut

00:09:54: sein sollen, dahingestellt, um das zu üben, nicht um quasi einen Scheitern zu verhindern, sondern nur, dass sie eben noch besser werden.

00:10:01: Also, dass das schon wirklich monatelang sehr präzise vorbereitet worden, zeigt auch, welche tiefe Einblicke sie quasi dort gehabt haben müssen, um eben in der Lage zu sein, all diese Pläne, Hier noch mal in die Tat umzusetzen und das nachzubauen und zu wissen, wie er sich dort bewegt, wo er sich dort aufhält.

00:10:20: Cain sagte ja bei der Pressekonferenz, sie wussten am Ende, was er ist, wo er sich aufhält, welche

00:10:27: Haushiere er hat.

00:10:28: Also sie müssen da wirklich extrem gute Geheimdienstinformationen gehabt haben.

00:10:33: Und egal, ob jetzt wenig Soela oder vorher Nigeria, dort haben die USA mutmaßliche Essstellung angegriffen oder die Drohung gegen Iran, Donald Trump macht ja die ganze Zeit klar, dass er bereit ist, auch sein Militär einzusetzen, wenn es um amerikanische Interessen geht.

00:10:47: Wie reagieren denn eigentlich seine Anhängerinnen und Anhänger, also die MAGA-Bewegung, die Make America Great Again Bewegung, die ja eigentlich gegen jede Form der militärischen Einmischung im Ausland ist?

00:10:57: Er

00:10:57: stößt ihn damit eigentlich vor den Kopf.

00:10:59: Es ist ein bisschen die Frage, was da heraus jetzt quasi folgt.

00:11:02: Also eigentlich ist er angetreten mit genau dem Entgegengesetzten Programm, also sozusagen weniger Auslandseinsätze, weniger Einmischung im Ausland.

00:11:11: Und was er jetzt macht, und gerade, das ist auch ein Riesenunterschied zu seiner ersten Amtszeit, ist eigentlich ein.

00:11:17: Es gab die Angriffe im Iran im Sommer auf das Atomprogramm dort.

00:11:22: Es gab, wie du sagst, gerade die Luftangriffe in Nigeria.

00:11:26: Im Jemen haben sie bombardiert.

00:11:28: an vielen Orten diese Einmischung.

00:11:30: Und er ist eigentlich mehr im Ausland

00:11:32: aktiv,

00:11:33: war so die Kritik in den vergangenen Wochen jetzt hier.

00:11:35: Und das kommt bei seiner Magerbewegung nicht gut an.

00:11:38: Das wird kritisiert.

00:11:39: Also wir haben jetzt gerade gesehen wie Marjorie Taylor Greene, die sowieso mit ihm ja gebrochen hat, aber das nochmal ganz massiv kritisiert hat.

00:11:46: Und es gab auch viel Kritik aus dem Magerlager an der Bombardierung in Venezuela.

00:11:51: Venezuela ist, glaube ich, insofern noch mal ein anderer Fall, als dass man sagen kann, niemand trauert jetzt Maduro hinterher.

00:11:56: Aber wenn sich das jetzt lange hinzieht und es wirklich zu einer zweiten Welle und auch zu einem Einsatz von Bodentruppen in Venezuela kommen wird, dann dürfte er damit seiner Magerbasis tatsächlich nochmal ein größeres Problem

00:12:08: haben.

00:12:09: Wo es

00:12:09: gut ankommt dieser Einsatz ist bei den eher traditionelleren Republikanern.

00:12:15: Die sehen natürlich ihre

00:12:17: alte interventionistische Politik eigentlich Ja, so

00:12:21: eine Art Comeback dieser alten Handlungsweise.

00:12:24: Aber sieht ihn überhaupt noch jemand als Friedensstifte?

00:12:27: Wie er ihn sich ja selbst nennt?

00:12:28: Er sich selber auf jeden Fall und Leute aus seinem Kabinett sagen ihm das offenbar

00:12:34: auch immer noch wieder, jetzt

00:12:35: bei der Fressekonferenz ja auch wieder zu hören.

00:12:37: Es verfängt natürlich, er sagt ja mittlerweile, er habe irgendwie acht, ein Viertel, ist jetzt glaube ich im Moment der aktuelle Stand, was er erzählt, an Konflikten befriedet und er zelebriert das sehr.

00:12:47: Wenn er jetzt wirklich irgendwann mal auch noch den Friedensnovellpreis bekäme, würde er sich glaube ich sehr bestätigt sehen.

00:12:54: In der Basis verfängt, glaube ich, schon immer noch seine Erzählung, dass er eben diese ganzen Konflikte gelöst hat.

00:13:00: Und da wird schon sehr stark auch gesehen, dass er eben sich dafür einsetzt und es wirklich bemüht.

00:13:05: Und da herrscht schon der Eindruck vor, dass man sagt, er will das ja und er gibt sich wirklich Mühe da irgendwie Frieden.

00:13:12: in Israel, also zwischen Israel und Gaza zu vermitteln und auch zwischen der Ukraine und Russland.

00:13:19: Das wird schon honoriert, ja.

00:13:21: Und jetzt mal mit Blick auf alle Angriffe, da habe ich noch was Kurioses.

00:13:24: Den Angriff hätte man vorhersehen können.

00:13:26: Das sagen einige User im Netz und machen das an Pizzabestellung fest.

00:13:30: Also an ungewöhnlich vielen, die aus dem Pentagon kommen.

00:13:34: Das soll auch beispielsweise während Israels Großeinsatz auf den Iran gewesen sein.

00:13:38: Es gibt inzwischen sogar Online-Live-Statistiken, also ein Pizzabestell Index.

00:13:42: Was ist da dran?

00:13:45: Es gibt ja immer wieder diese Hinweise darauf, dass wenn es irgendwie Truppenbewegungen gibt, das geändert mich.

00:13:50: Es erinnert mich so ein bisschen an diesen klassischen Fall, dass irgendwie die US-Soldaten alle Joggen waren und ihre Tracker anhatten und man deswegen sehen konnte, wo sie sich gerade aufhalten.

00:13:59: Pizza-Bestellungen im Pentagon sind offenbar ein gutes Indiz und ich weiß nicht, ob man es wirklich dann hätte sehen können, was da kommt, aber... Es ist ein Indiz.

00:14:10: Hier wird auf jeden Fall,

00:14:11: das ist definitiv eine Erkenntnis, sehr viel Pizza gegessen.

00:14:13: Also wenn etwas bestellt wird, dann Pizza.

00:14:16: Das kann ich gut nachvollziehen.

00:14:18: In den USA überschlagen sich ja gerne mal die Ereignisse und man weiß gar nicht so wirklich was man oder über was man zuerst berichten soll.

00:14:24: Auch heute am January Six der Podcast hat nämlich an diesem geschichtsträchtigen Tag Premiere.

00:14:30: Der Sturm aufs Kapitol jährt sich zum fünften Mal und zum ersten Mal mit Donald Trump zurück im Oval Office.

00:14:35: Er nennt den Tag ja Tag der Liebe.

00:14:38: Wie begründet er das eigentlich?

00:14:40: Also was Donald Trump wirklich gelungen ist in den letzten fünf Jahren, ist so eine Art Täter-Opferumkehr.

00:14:46: Also aus den Tätern hat er wirklich Opfer gemacht und die haben im Prinzip sich für ihr Land, für ihr Vaterland dort eingesetzt und gekämpft und für die Demokratie eingesetzt.

00:14:56: Also das ist wirklich beeindruckend, wie ihm da es da gelungen ist, zu übernehmen und umzuschreiben.

00:15:01: Viele werden sich an die Bilder erinnern, wie mehrere hundert Trump-Anhängerinnen und Anhänger das Kapitolsturm um die Bestätigung von Joe Biden's Wahlsieg zu verhindern.

00:15:10: Es gab tote und verletzte.

00:15:12: Meinungsumfragen zeigen, das ist eben auch schon ein bisschen angesprochen, dass über die Jahre mehr und mehr Amerikaner hinter dem Sturm aufs Kapitol stehen.

00:15:19: Sehen die nicht oder nicht mehr als Angriff auf die amerikanische Demokratie?

00:15:23: Wie erklärst du dir das?

00:15:24: Es gibt diese zwei sehr starken Erzählungen, wenn man auf den Tag zurückblickt.

00:15:28: ist das wirklich ein absolutes Horst-Szenario, was sich damals abgespielt hat.

00:15:33: Ein Angriffe auf die Demokratie.

00:15:35: Und für das andere Lager ist es das genaue Gegenteil.

00:15:38: Ist es wirklich der Versuch gewesen, hier eine gestohlene Wahl?

00:15:42: zu retten oder irgendwie da Gerechtigkeit hinzubringen.

00:15:47: Und diese Erzählung hat sich über die Jahre eher noch verstärkt und ist jetzt natürlich dadurch, dass wir mit Trumps Rückkehr ins weiße Haus auch gesehen haben, dass eben die verurteilten January Six die hinter Gittern sassen, teilweise auch lange Haftstrafen hatten, dass die begnah nicht worden sind und so.

00:16:06: Das

00:16:06: unterstreicht das natürlich.

00:16:07: Wenn man sieht, dass es dann von institutioneller Seite quasi auch gut geheißen wird oder eben nicht mehr

00:16:14: verfolgt

00:16:15: wird.

00:16:15: Das verändert natürlich was, weil wenn es von institutioneller Seite kommt, dann muss da ja auch irgendwie was dran sein.

00:16:21: Das spielt natürlich dem Ganzen sehr in die Karten.

00:16:24: Ihr und Donald Trump selbst wurde ja auch angeklagt für seine Rolle bei den Vorgängen.

00:16:28: Die Anklagepunkte, Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten, Verschwörung zur Behinderung der Beglaubigung des Wahlsieges von Joe Biden, Behinderung gegen das Wahlrecht.

00:16:38: Was ist eigentlich aus den ganzen Ermittlungen geworden?

00:16:40: Wie ist da der aktuelle Stand?

00:16:41: Das

00:16:42: ist im Prinzip mit dem Wahlervogel von Donald Trump, sind auch diese Ermittlungen eingestellt worden, weil es das ungeschriebene Gesetz hier in den USA

00:16:50: gibt,

00:16:50: das man nicht gegen einen amtierenden Präsidenten ermittelt.

00:16:54: Das heißt, was letztes Jahr passiert ist, war nach dem.

00:16:57: Der Sieg Trumps hat genau diese Ermittlungen auf Bundesebene eben eingestellt.

00:17:02: Und das führt zu dem Ergebnis, dass man zwar in dieser Zeit in der beiden quasi im meisten Haus war, es durchaus einen Punkt gab, an dem es so aussah, dass es so viele Ermittlungen und Anklagen und Verfahren gegen Trump gibt.

00:17:19: er für irgendetwas da doch belangt werden müsste.

00:17:21: Aber dadurch, dass sich das so hingezogen hat, sind all diese Verfahren und Ermittlungen

00:17:25: nun vom Tisch

00:17:26: und es ist nicht dazu gekommen.

00:17:29: Es wird hier diskutiert, ob es da auch ein Versäumnis bei den Demokraten gab.

00:17:33: Und wenn man zurückblickt, dann haben gerade diese Ermittlungen, die auf den Sturmen aufs Kapitol zierten oder die sich damit beschäftigten, die haben erst sehr spät angefangen.

00:17:43: Also das hat tatsächlich, glaube ich, fast anderthalb Jahre gedauert.

00:17:48: zur Ermittlung gekommen ist.

00:17:49: Und dann sind die schlichtweg nicht vor der nächsten Wahl fertig geworden.

00:17:53: Wohl auch, weil eine der Annahmen war, dass Donald Trump nicht noch einmal eine Wahl gewinnen würde.

00:17:58: Weil das, was quasi am sechsten Januar damals passiert ist, so schlimm war ein so starker Angriff auf diese Demokratie hier in den USA, dass so einer nicht noch einmal gewählt würde.

00:18:08: Und das andere war eben, es gab natürlich auch sehr viele andere Verfahren, dazu für eine Ermittlung

00:18:12: zu führen.

00:18:13: Und die Sonderermittler und die ganzen Ermittler haben sich erst mal darauf konzentriert, quasi die Kapitulstürmer zu ermitteln und anzuklagen und hinter Gitarre zu

00:18:21: bringen.

00:18:22: Ja, und wenn es ein Gesicht des Ganzen gibt von J-Six, wie es viele Amerikanerinnen und Amerikaner nennen, dann ist es wahrscheinlich das von Jacob Chansley, genannt Kapitolschamane, Mr.

00:18:33: QAnon.

00:18:34: Bilder von ihm gingen um die Welt, von dem man mit Hörnern an der Fellmütze, von seinem nackten Oberkörper voller Tätowierung und seinem Sperr mit US-Flage in der Hand.

00:18:43: Ich hatte die Möglichkeit, mit ihm zu sprechen.

00:18:44: Kurz nach dem Sturm aufs Kapitol hat er sich ja schuldig bekannt, saß auch hinter Gittern, wegen Behinderung eines offiziellen Verfahrens, Inzwischen, aber wieder aus dem Gefängnis entlassen, wurde von Donald Trump begnadigt und verklagt ihn jetzt.

00:18:58: Gleich am Anfang hat er mir erzählt, wie er von der Begnadigung erfahren

00:19:01: hat.

00:19:16: Du wurdest also von Donald Trump begnadigt, hast ihn aber seitdem ein Stück Scheiße genannt, ein Betrüger, und verklagst ihn jetzt, was hat sich geändert?

00:19:23: Er hat mir gesagt,

00:19:24: dass er nicht amerikanisch

00:19:25: ist.

00:19:25: Er hat mir gesagt, dass er nicht amerikanisch ist.

00:19:37: Er hat mir gesagt, dass er nicht amerikanisch ist.

00:19:39: Er hat mir gesagt, dass er nicht amerikanisch ist.

00:19:43: Er hat mir gesagt, dass er nicht amerikanisch ist.

00:19:48: He is a piece of shit, and he's a liar.

00:19:51: I know from experience.

00:19:53: He's a liar and a manipulator in every way, shape and form.

00:19:56: And I do believe he's all over the Epstein Files, and that's why he didn't want them released.

00:20:00: Und warum genau verklagst du ihn jetzt?

00:20:07: So weit?

00:20:08: Jacob Chansley ist natürlich eine umstrittene Person, ein Verschwörungstheoretiker.

00:20:12: Viele seiner Aussagen sind nachweislich falsch, andere lassen sich auch nicht überprüfen.

00:20:16: Ich wollte aber trotzdem mit ihm sprechen, um zu erfahren, warum ein Mann, der so hinter Donald Trump stand, jahrelang, der ihn derart verteidigt hat, jetzt quasi gegen ihn schießt.

00:20:25: Britta, wie schätzt du ihn ein?

00:20:26: Ich glaube, was wir bei ihm sehen, ist so ein bisschen diese Abkämmung, die wir oft in der Margarbasis jetzt gerade erleben, dass es Punkte gibt, wo Trumps einfach enttäuscht.

00:20:34: Und das ist was, was sie vorher nicht gesehen haben.

00:20:36: Trump hat es geschafft, in den vier Jahren, in denen er nicht im Weißen Haus war, seine Basis quasi auszubauen noch.

00:20:44: Er hatte seine treue Basis aus der ersten Amtszeit und da sind auch weitere hinzugekommen.

00:20:49: Aber er musste in der Zeit natürlich nicht regieren.

00:20:51: Er musste dann nicht liefern.

00:20:52: Er konnte davon, sie damit überzeugen, dass er ihnen Sachen verspricht.

00:20:57: Jetzt regiert er und er regiert natürlich für diese Basis, aber auch für andere.

00:21:03: Und er macht Sachen, die ihn nicht

00:21:04: gefallen.

00:21:04: Und

00:21:05: ich glaube, das ist was, was wir gerade bei vielen dieser prominenteren Magerstimmen erleben, dass sie damit hardern und nicht mit allem, was er macht, eben einverstanden sind.

00:21:14: Ja, und wir haben es ja auch immer wieder gehört.

00:21:15: Immer wieder nennt er die Epstein-Akten als Grund, warum er Donald Trump nicht mehr unterstützt.

00:21:20: Also alle Dokumente rund um den Sexualstraf-Täter Jeffrey Epstein.

00:21:24: Wir erinnern uns, jahrelang hatte der Multi-Millionär ein Missbrauchsring betrieben.

00:21:28: Bis heute ist nicht klar, welche prominenten Persönlichkeiten in seine Machenschaften verwickelt gewesen sein könnten und warum das weiße Haus, warum Donald Trump nicht alle Akten veröffentlicht.

00:21:37: Kannst du dir da ein Reimhaus machen?

00:21:38: Das

00:21:38: ist auch eines dieser Versprechen, die Donald Trump ihnen gegeben hat.

00:21:41: Da sind wir damit angetreten zu sagen, ich werde die Epstein-Files alle veröffentlichen.

00:21:46: In der Mager-Bewegung ist das ein ganz wichtiger Punkt.

00:21:49: Warum

00:21:50: eigentlich?

00:21:50: Die

00:21:50: Epstein-Files oder die ganze Epstein-Fall spielt in die Verschwörungserzählung rein, die wir bei der Mager-Bewegung immer wieder sehen.

00:21:58: Dass sie sagen, es gibt Eine Elite, es gibt einen lustrigen Kreis, die unmoralisch sind, die ihr eigenes Ding da machen.

00:22:09: dass jetzt Trump diese Akten nicht veröffentlicht, ist quasi, da schützt er die auf einmal.

00:22:15: Also die ging die eher ja eigentlich auch, weil dieses Establishment, dass er eigentlich auch abschaffen wollte oder gegen, wo er sich immer als Anti-Establishment inszeniert hat, das schützt er jetzt, indem er aus ihrer Sicht eben diese Akten nicht frei gibt.

00:22:28: Es gab offenbar den Punkt, dass er ihn eigentlich wollte, er sie veröffentlichen, dann ist er ein bisschen davon abgekommen.

00:22:34: Und er hat, glaube ich, in dem Punkt ein bisschen auch seine Basis falsch eingeschätzt.

00:22:39: Die Einschätzung hier ist, dass Trump selber nicht unbedingt in diesen Akten jetzt weiter drin ist, weil das ist auch eigentlich plausibel, dass er dann nicht selber nochmal größer drin vorkommt, weil die Demokraten auf der anderen Seite ja auch vier Jahre lange Zeit hatten, durch diese Akten durchzugehen.

00:22:55: Sie hätten das auch für öffentlichen Können

00:22:57: vorher schon.

00:22:58: Ich würde mal vermuten, Sie hätten es auch gemacht, wenn Sie da jetzt den großen Donald Trump-Fall drin entdeckt hätten.

00:23:04: Ich glaube nicht an die Erzählung, dass er es aus Eigenschutz nicht macht, aber sicherlich haben sehr, sehr viele Leute und sehr, sehr viele mächtige Leute einen Tasse daran, dass das nicht veröffentlicht wird.

00:23:29: Donald Trump ist

00:23:41: definitiv verloren.

00:23:54: Nicht nur Kredit.

00:24:03: Das

00:24:09: war das Wert für ihn, sieben Monate ins Gefängnis zu nehmen.

00:24:16: Aber

00:24:25: dein Gesicht wird wahrscheinlich für ihn ein Symbol für den Angriff auf das Kapitol sein.

00:24:29: Wie fühlt sich das für dich an?

00:24:30: How does that make you feel?

00:24:32: It represents a middle finger to the tyrannical state.

00:24:37: You know, I'm proud

00:24:39: in many ways

00:24:39: of

00:24:40: the things that I stand for.

00:24:42: Und bin ich froh

00:24:44: von meinem Behaviour, den Tag,

00:24:56: sobald ich, wie du, alles, was jeder andere

00:25:02: macht.

00:25:02: Ich war der einzige Levelhead, der eigentlich da war.

00:25:08: Also jetzt ist die Aussage eine andere, offenbar galt seine Motivation plötzlich nicht mehr Donald Trump, sondern angeblich den Amerikanerinnen und Amerikanern und dem Ziel zu zeigen, wie korrupt das System ist.

00:25:19: Wie glaubwürdig findest du ihn?

00:25:20: Es ist schon glaubwürdig aus seiner Perspektive heraus.

00:25:23: Und wie wir schon gesagt haben, diese Enttäuschung, die wir da in Teilen der MAGA-Basis sehen, die ist schon regal.

00:25:30: Und er sagt es ja selber auch, Donald Trump hat eigentlich all die richtigen Sachen gesagt, bevor er ins Weiße Haus eingezogen ist.

00:25:37: Es gibt einen ganz guten Einblick, wie MAGA jetzt auch auf Trump blickt.

00:25:42: Gleichzeitig sollten wir es nicht überinterpretieren und sagen, da gibt es jetzt diesen riesigen Bruch oder so.

00:25:48: Die sind schon immer noch sehr loyal, was Trump angeht.

00:25:51: Es gibt nur die kleinen Enttäuschungen,

00:25:54: die

00:25:54: vielleicht in so langzeitbeziehungen

00:25:55: dann irgendwann...

00:25:57: Und für wie gefährlich hältst du so einen Verschwörungstheoretiker wie Jacob Chansley, also auch gerade in Zeiten von Social Media und Co?

00:26:04: Für sehr gefährlich.

00:26:05: Das haben wir ja wirklich, das hat der Kapitulsturm ja sehr eindrucksvoll bewiesen, dass es eben den Möglichkeit gibt, sich da auszutauschen, zu vernetzen und dann eben so etwas auch zu planen und wirklich... In den USA, in Washington, D.C.

00:26:19: das Kapitol

00:26:20: zu stürmen,

00:26:23: das war schon sehr eindrucksvoll und das ist schon auf jeden Fall ein Warnschuss gewesen.

00:26:27: und ich glaube, klar hat man daraus gelernt und blickt jetzt da anders drauf.

00:26:32: Das ist ja nicht, dass es nicht wieder passieren könnte.

00:26:35: Und das, was bei den Aussagen von Jacob Chancellor definitiv deutlich wird, ist, Donald Trump steht unter Druck auch bei seinen Anhängerinnen und Anhängern.

00:26:42: Und das im Jahr der sogenannten Midterms, der Zwischenwahlen, die sind eine der wichtigsten der jüngeren Geschichte.

00:26:48: Alle vierhundertfünfunddreißig Sitze im Repräsentantenhaus und ein Drittel der Sitze im Senat werden neu vergeben.

00:26:54: Aktuell haben die Republikaner, also die Partei von Donald Trump, in beiden Kammern eine knappe Mehrheit.

00:26:59: Sollten sie die verlieren, würde das das Regieren Erschweren.

00:27:03: In der Praxis heißt das jetzt was genau?

00:27:05: Was steht hier konkret alles auf dem Spiel für Donald Trump für die Republikaner?

00:27:09: Für Donald Trump und für die Republikaner?

00:27:10: steht bei den Midterms auf dem Spiel oder stellt sich nach den Midterm sich Frage, wie

00:27:15: viel

00:27:15: von ihren politischen Vorhaben können sie noch, wie umsetzen?

00:27:18: Also wir sehen ja jetzt im ersten Jahr haben sie sehr viel gemacht.

00:27:23: Also gerade auch schon gehört die Executive Orders.

00:27:26: Da sind die Hunderte von diesem Prinzipial erlassen, verabschiedet worden.

00:27:30: Also viel, viel, viel ist da einfach schon passiert.

00:27:32: und Big Beautiful Bill und so, das ist jetzt schon verabschiedet worden, also große Vorhaben sind schon angeleiert worden, weil sie das eben im Moment machen können.

00:27:39: Wenn sie tatsächlich diese Mehrheit verlieren im Repräsentantenhaus und im Senat, dann wird es ungleich schwerer, dort eben Sachen zu verabschieden.

00:27:48: Sie müssten

00:27:48: viel

00:27:49: mehr mit den Demokraten abstimmen, aushandeln,

00:27:52: Kompromisse finden,

00:27:54: dass das nicht so die Stärke oder nicht in ihrem Interesse ist, haben wir mit diesem

00:27:59: historisch langen Shutdown

00:28:01: im Herbst.

00:28:01: gesehen.

00:28:03: Also das würde sie schon sehr ihre Handlungsfähigkeit sehr einschränken, wenn sie nicht noch mehr macht quasi vom Kongress an den Präsidenten

00:28:10: schieben.

00:28:10: Also dieser Shutdown, das war der längste Stillstand in der Geschichte.

00:28:14: Der USA da auf der politischen Seite ging nichts, aber auch im Leben war hier gefühlt alles zu und am Ende musste man auch ewig warten bis man Flieger ging und die Daumen drücken, dass überhaupt irgendwas geht hier in DC.

00:28:27: Ja selbst scheint ja auch etwas nervös zu sein, was diese Wahlen da angeht.

00:28:30: Vor kurzem hat er gesagt, Er sagt, dass eine, was mich beunruhigt, ist, dass die Person, die die Präsidentschaft gewinnt, immer die Zwischenwahlen zu verlieren scheint.

00:28:37: Das ist so.

00:28:39: Da wäre er jetzt tatsächlich nicht der erste, der die Zwischenwahlen

00:28:42: verliert

00:28:43: und der in diese Situation

00:28:44: kommt.

00:28:45: Aber es hätte tatsächlich Folgen für ihn.

00:28:47: Und für ihn ja doppelt, weil klar ist, dass er danach nicht noch mal antreten wird.

00:28:56: Mit seiner Amtszeit jetzt endet auch seine Zeit im Weißen Haus.

00:29:00: Danach wird jemand anders als Präsidentschaftskandidat der Republikaner ins Rennen gehen.

00:29:04: Das heißt, alles, was er machen möchte, muss er jetzt eigentlich noch machen.

00:29:08: Er hat ja auch Grund, nervös zu sein, weil es tatsächlich bei den Wahlen, die wir jetzt in diesem Jahr gesehen haben, also es gab so ein paar Zwischenwahlen noch dieses Jahr, nicht so gut für ihn ausgegangen ist.

00:29:17: Also da haben tatsächlich die Demokraten an vielen Orten nicht nur

00:29:22: gewonnen,

00:29:23: sondern sie haben, ihnen ist es auch gelungen, Wähler wieder zurückzugewinnen, die bei der Präsidentschaftswahl zum Beispiel noch für Trump gewählt haben.

00:29:31: Also da hat sich schon was verschoben und deswegen wird es ganz besonders spannender auf die Zwischenwahlen, auf die mit Terms im November zu schauen.

00:29:39: Ja, und last but not least müssen wir in dieser ersten Podcastfolge noch sagen.

00:29:43: Happy Birthday, USA!

00:29:44: Die Vereinigten Staaten werden zweihundertfünfzig Jahre.

00:29:47: Genauer gesagt gab es vor zweieinhalb Jahrhunderten die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung.

00:29:53: Gefeiert wird nicht nur am Tag selbst, also am Fourth of July, sondern quasi das ganze Jahr, wenn man sich so die verschiedenen Terminkalender anschaut.

00:30:00: Was erwartet uns noch alles in diesem besonderen Jahr?

00:30:03: Oh, es ist mal wieder ein Amerika-Jahr,

00:30:06: wenn man so möchte.

00:30:08: Also es geht natürlich los mit den Standardsachen wie Super Bowl und so jetzt gerade, die auf die natürlich jetzt auch nochmal

00:30:14: ganz anders geguckt wird.

00:30:16: Aber dann fängt im

00:30:17: Juni die

00:30:18: WM an

00:30:19: hier.

00:30:20: Und das wird ein

00:30:21: Riesenspektakel mitten drin, dann die Zwei-undfünfzig-Jahr-Feier.

00:30:26: Und die ist zum einen politisch sehr aufgeladen, aber wird natürlich auch im ganzen Land, soll das eben gefeiert werden.

00:30:33: Also schon das erste halbe Jahr wird

00:30:35: in den USA.

00:30:36: sehr voll, sehr

00:30:37: spannend, sehr ereignisreich, mit hoffentlich auch vielen

00:30:41: schönen

00:30:42: Ereignissen.

00:30:43: Und bei so einem Jubiläum kann ich das viele Feiern natürlich nachvollziehen.

00:30:47: Aber ich hab mal eine Frage.

00:30:47: Ich bin ja in Texas zur Schule gegangen.

00:30:49: Und was ich immer besonders nennen wir es spannend fand, da werden Geburtstage nicht mal nur vier Wochen später gefeiert.

00:30:54: Das kann ich ja vielleicht noch irgendwie nachvollziehen, sondern manchmal auch einfach vier Wochen vorher.

00:30:59: Das ist für mich bis heute total absurd.

00:31:01: Mensch, das bringt doch Unglück.

00:31:03: Ist das nur so eine Texas-Sache oder wird das in ganz Amerika sogar noch

00:31:06: auf mein ganz amerika?

00:31:07: ich find's

00:31:08: irre praktisch

00:31:09: als mama.

00:31:12: Der andere Teil ist, dass man ja die ganze Klasse gleich einlädt.

00:31:16: Ach so, ich

00:31:17: verstehe.

00:31:19: Nee, aber wir müssen noch ein Geburtstag nachfeiern.

00:31:24: Drei Monate später?

00:31:25: Oder wie kann ich mir das

00:31:25: vorstellen?

00:31:27: Nein, unser Mittlerer, wir sind tatsächlich im Sommer erst hergezogen und unser Zweiter, der ist vier geworden hier.

00:31:34: Und sprach zu dem Zeitpunkt aber noch nicht so viel Englisch und meinte dann, ich möchte lieber feiern,

00:31:39: wenn ich ein bisschen mehr Englisch

00:31:40: kann.

00:31:40: Und dann haben wir das den anderen erzählt.

00:31:56: Das war Folge eins von The Wild House.

00:31:58: Die nächste gibt es kommenden Dienstag.

00:31:59: Also spätestens kommenden Dienstag.

00:32:01: Im Falle von Breaking News melde ich mich selbstverständlich früher zurück.

00:32:05: Abonniert den Podcast gerne.

00:32:06: Wenn euch gefällt über Wünsche, Anregungen oder Kritik freue ich mich.

00:32:10: Schreibt mir einfach an.

00:32:11: Podcast at angelafanbrackel.com.

00:32:15: Journalisten Angela van Brackel, analysierten Macht,

00:32:18: Mythen und Politik

00:32:20: im neuen Amerika.

00:32:22: The Wild House, das neue Amerika verstehen.

00:32:28: Ein

00:32:28: all-easern-new

00:32:30: Original Podcast.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.